Glutenfrei essen in Rom


Tag 3

An Tag 3 kehrte die Sonne zurück und nach einem erneuten Besuch bei der Pasticceria und italienischem Cappucino ging es los zur Engelsburg. Falls du dich generell fragst, weswegen wir relativ wenig „geschafft haben“, ist die Antwort, dass wir Rom fast ausschließlich zu Fuß besucht haben und am Tag durchschnittlich 15 km gelaufen sind. Aber da die Stadt so schön ist, lohnt es sich total auch die Gässchen ohne Sehenswürdigkeiten abzulaufen. Das alte Gemäuer ist nicht nur durch Dan Browns Buch & Film Illuminati bekannt, sondern war als Mausoleum für den Kaiser gedacht. Von der Spitze der Engelsburg hat man einen tollen Blick über Rom und auf den Vatikan.

La Soffita Renovatio

Anschließend ging es langsam Richtung Vatikan, zu „La Soffita Renovatio“. Dort gönnten wir uns einen „kleinen“ Mittagssnack und aßen Spaghetti all’Amatriciana und Spaghetti al cacio e pepe. Beides sind Spezialitäten der Region Rom! Amitriciana ist eine Soße aus Tomaten und krossem Speck, Cacio e Pepe sind Nudeln mit viel Parmesan, Salz und Pfeffer; beides natürlich glutenfrei. Beide Varianten haben uns sehr gut geschmeckt und das Restaurant ist total praktisch in der Nähe des Petersdoms und der vatikanischen Museen gelegen.

Weitere Informationen findest du hier: http://www.lasoffittarenovatio.com/

Danach ging es dann tatsächlich in die vatikanischen Museen. Ich würde dir empfehlen auf jeden Fall Tickets für eine bestimmte Zeit zu reservieren, die Schlange ist wirklich ewig lang! Es war drinnen dann auch relativ voll, aber nachdem wir die ganzen Gruppen vorließen, war es recht entspannt. Ich finde nicht, dass man bei jedem Besuch die Museen besuchen muss, aber einmal muss man es gesehen haben. Selbst, wenn man mit Religion vielleicht nicht so viel am Hut hat, sind die Kunstwerke und die sixtinische Kapelle einfach sehr beeindruckend. Auch der Audioguide war wirklich gut. Theoretisch kann man sich dort 4-5 Stunden aufhalten, um alles detailliert zu sehen, uns reichten 2.

Risotteria Melotti

Danach bewegten wir uns wieder Richtung Innenstadt, schlürften à la Dolce Vita einen „Aperetivo“ und gingenn anschließend zur „Risotteria Melotti“. Die Risotteria bietet tatsächlich hauptsächlich Risottos an, aber auch außergewöhnlichere Kreationen. Das Restaurant an sich ist total nett eingerichtet, das Personal supernett und der Koch singt regelmäßig in der Küche. Auch unsere Risottos waren sehr gut und auch hier ist das Angebot 100% glutenfrei. Wir aßen:

Beilage: Rosmarin Reisbrot

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Vorspeise: Arancini di riso con salsa (Spezialität aus Rom: Frittierte Reisbällchen mit S0ße)

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Hauptspeise: Risotto con Broccoli a salsiccia (Brokkoli und scharfe, italienische Wurst) und Risotto all’Amatriciana (Tomaten Sauce und Speck)

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Lustigerweise ist uns irgendwann aufgefallen, dass wir bereits in der Risotteria Melotti in New York gegessen hatten, dem zweiten von drei Standorten der Risotteria Melottis. Weitere Infos findest du hier: http://www.risotteriamelotti.com/

Tag 4

Die Sonne schien erneut trotz schlechter Wettervorhersage, also machten wir uns auf den Weg zum Campo de‘ Fiori. Ein Platz, auf dem jeden Tag vormittags Markt ist. Dort aßen wir frische Früchte, kauften getrocknete Steinpilze und genossen die Sonne. So super außergewöhnlich ist der Markt allerdings nicht und zudem ist er auch noch relativ klein. Allerdings gibt es in einer Seitenstraße das Café Farnese mit unfassbar gutem Cappucino und Espresso!

Von da aus ging es weiter zum Colosseum, dass wir uns nur von außen anschauten, da die Schlange einfach viel zu lang war. Anschließend fuhren wir mit der Metro Richtung Trastevere, genauer gesagt zur Station Circo Massimo, um uns dort das „Buco della serratura di Roma“ anzuschauen. Das ist ein Schlüsselloch in einer Tür zu einem Garten, den niemand betreten darf und durch das man direkt auf die Kuppel des Petersdoms schaut. Wirklich schön und irgendwie mysthisch.

Eat Mama

Danach überquerten wir die Brücke in das hübsche Herz des Stadtteils Trastevere und stärkten uns bei „Eat Mama“ mit Pasta. Das Restaurant erinnert online eher an eine Fast Food Kette, ist aber eigentlich ganz charmant eingerichtet und hat ebenfalls eine riesige Auswahl an glutenfreien Gerichten. Ich schlemmte Lasagne und Ben genoss Spaghetti Carbonara. Sehr empfehlenswert muss wohl das Pistazientiramisu sein, leider stießen wir jedoch langsam an unsere Grenzen und ließen den Nachtisch aus.

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Weiter Infos findest du hier: http://www.mamaeat.com/

Nach unserem Mittagssnack machten wir den Fehler und vertrauten auf die Busfahrpläne Roms. Nachdem unser Bus nach 40 Minuten immer noch nicht da war, nahmen wir einen anderen zum Termini und stiegen dann um. Kostete uns ganze 1,5 Stunden dieses italienische Chaos. Grmpf. Schließlich erreichten wir aber das Leonardo da Vinci Museum am Piazza del Popolo. Klein aber fein würde ich sagen. Man kann ganz viele technischen Geräte selbst ausprobieren und erfährt Einiges über seine Entdeckungen.

Nachdem wir im B&B schließlich den Regen ausgesessen hatten, ging es zu unserem schlechtesten Essen der Woche. „Sugo d’oro“, Nahe bei der spansichen Treppe, stellte sich als Tourifalle heraus. Der Wein ist überteuert wirklich nicht gut und wir sind bis heute froh, dass wir durch unsere Pasta alla Vongole (Muscheln) keine Zähne verloren haben, bei so viel Sand und Muschelsplittern. Katatstrophe – bitte nicht ausprobieren!!

Grom

Etwas gerettet wurde der Abend dann aber doch durch ein Eis am Piazza Navona. Die Eisdiele „Grom“ hat mehrere Eisdielen in ganz Italien und bietet ausschließlich glutenfreies Eis und Hörnchen an. Also genossen wir im Abend Flair des Platzes Haselnuss, Chocolate Cookies und Lakritz. Nein, ich habe mich nicht verschrieben, Lakritz ist richtig (aber gewöhnungsbedürftig).

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Mehr Infos und weitere Standorte findest du hier:

Tag 5

Am Abreisetag beschlossen wir dann doch den Petersdom zu besuchen und stellten uns in die Schlange, die einmal um den Petersplatz verlief. Da das Wetter toll war ging die eine Stunde Wartezeit relativ schnell rum und wir bestaunten den riesigen Dom von innen. Irgendwie gehört das für mich einfach zu einem Besuch von Rom dazu. Danach saßen wir noch eine Weile auf dem Piazza Navona, bewunderten die Straßenkünstler und machten uns dann auf den Weg zu unserer letzten italienischen Mahlzeit, erneut im „Voglia di Pizza“ (s. Rom (1)). Ein letzter italienischer Espresso und dann ging es nachmittags langsam Richtung Flughafen und leider zurück nach Deutschland.

Es war wirklich wunderschön und obwohl wir so viel gelaufen sind auch total erholsam. Rom und Italien generell, versprüht einfach wirklich ein entspanntes Lebensgefühl und gehört zu meinen Lieblingsreisezielen. Dass das Land zusätzlich so gut auf glutenfreie Ernährung eingestellt ist, macht es natürlich noch ein bisschen besser für mich. Das Land der pizza und Pasta ist definitiv eine Reise Wert – auch für Zöliakiebteroffene!

Viva la Roma!

Deine Marie

Falls du übrigens einen römischen Longdrink Klassiker ausprobieren möchtest, versuche mal einen Negroni! Er ist durch Campari und Bitterstoffe nicht jedermans Sache, aber falls du es testen möchtest probiere ihn im „Barnum Café“ – top Bar mit top Drinks